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Jid du Partisaner
Lieder vom jüdischen Widerstand

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Hundred thousends of Jews fought Nazi-fascism: In civilian political resistance groups, in underground partisan groups and in the allied armies. In this program Martin Auer presents songs about resistance against fascism, songs from the Jewish labor movement in Europe as well as in America, satirical songs about the Czar and czarism but also about superstition and belief in miracles, songs about the hardships in the shteytl and about the plight of workers in New York sweatshops, songs about grief and joy, about optimism, courage and faith in the future.

Hunderttausende Juden und Jüdinnen haben gegen den Hitler-Faschismus gekämpft, in zivilen politischen Widerstandsgruppen, in Partisanengruppen im Untergrund und in den alliierten Armeen.
In seinem Programm „Jid, du Partisaner“ bringt Martin Auer Lieder vom Widerstand gegen die Faschisten und Lieder der jüdischen ArbeiterInnenbewegung, Spottlieder gegen den Zaren und den Zarismus, Lieder über die Arbeit der kleinen Leute im Schtejtl, über die Mühen der Arbeiterinnen in der New Yorker Textilindustrie... Natürlich haben Juden auch immer mit der Waffe des Humors gekämpft, gegen Antisemitismus und Unterdrückung, und auch davon gibt es Beispiele. Ein lebendiger Liederabend über Trauer und Freude, Optimismus, Mut und Zukunftsglauben.

Ruth Rubin auf einem einfachen Stuhl, Blechtasse neben sich, singt.When they hear, I'm an a capella singer, they don't understand. "What the heck is that; how do you get on the stage without a musician, without a musical instrument..." I've had this all through the forty to fity years I'm working. The angle of the Yiddish folksong that I've chosen is that the song tells me something about the person singing it, and the person may be a mother singing a baby to sleep. She's not going to wait for the right pitch, she's going to sing. Or if she's sewing ... she's not going to put down her sewing and pick up the guitar.

Ruth Rubin

„Wos schloft ihr, ihr Schläfer!“ rief die jüdische ArbeiterInnenbewegung schon im 19. Jahrhundert auf. „Der Rebbe und der Pop‘ verdrehen uns den Kopp!“ warnte sie. Während des großen Streiks in Łódź 1926 hieß es: „Tates, Mames, Kinderlech bojen Barrikaden“. Und in den New Yorker Textilfabriken hieß es: „Vor a Johr, nit heut gedacht, haben wir gearbeit von acht bis acht. Aber die Schtrukzje (der Streik) hot gemacht, wir arbeiten schojn nit mehr acht bis acht!“

Als in Spanien Franco die Republik angriff, schlossen sich Juden und Jüdinnen aus der ganzen Welt den Internationalen Brigaden an. Auch bei den französischen und italienischen Partisanen war der Anteil der jüdischen Kämpferinnen und Kämpfer hoch.

Partisanengruppen bildeten sich auch in Polen und Litauen: „Lasst uns nicht wie die Schafe zur Schlachtbank gehen!“ rief der Dichter Abba Kovner im Ghetto von Wilna auf und nicht wenige folgten ihm: „Anstatt Kettn af die Händ‘ ich halt a Büchs, a neue“, sang Schmerke Kaczerginsky. „A mojd mit a sametenem ponim hit op dem sojnes karavan“ - „Ein Mädchen mit einem Gesicht wie Samt hat den Konvoi der Feinde aufgehalten“ besingt Hirsch Glick die Partisanin Vitka Kempner. Eine anonyme Ballade erzählt, wie 4000 junge Juden aus dem Ghetto von Vilna nach Ponar gebracht wurden, um dort erschossen zu werden, und sich buchstäblich mit Zähnen und Klauen gewehrt haben: „Sie hobn geworfn sich oif der Gestapo, und sey die Kleider zerrissen. Geblieben sind liegen neben die Jidn etliche Daitsche zerbissen!“ Und das Lied über den Partisanenkommandanten Itzig Wittenberg erzählt, wie er, auf ein Ultimatum der SS, sich freiwillige gestellt hat, um das Ghetto vor der Vernichtung zu bewahren: „Zum Tod geht stolz der Kommandant!“ Doch die Partisanen kämpften weiter: „Dem Faschist verzittert werd, er weiß nit, wo, von wannen stürmen Jidn von unter der Erd, Jidn Partisanen!“

Martin Auer ist schon lange in der Folkszene aktiv: In den 70er und 80er Jahren war seine Gruppe "Dreschflegel" (mit Rudi Tinsobin und Reinhart Honold) die erste, die in Österreich "Volxmusik" gebracht hat.Die "Regenpfeifer" (mit Christina Zurbrügg,Hermann Fritz u. a.) haben diese Tradition fortgesetzt. Dann hat sich Martin Auer der Schriftstellerei zugewandt. Aber die Musik lässt keinen los...

Martin Auer singt unplugged total: Solo und a capella, also ganz ohne Netz. So wie man eben früher bei der Arbeit gesungen hat, wie seine Mutter beim Bügeln gesungen hat. Bei der Arbeit hat man keine Hand frei für ein Instrument.

Gruppenfote mit Instrumenten
Jüdische Partisaninnen und Partisanen in Belarus, 1943
Gruppenfoto
Überlebende des Aufstands im Vernichtungslager Sobibor

Termine:

22. März 2018 - 19:00
Werkl im Goethehof
Schüttaustraße 1-39/6/R02
1220 Wien

11. Mai 2018 - 20:00
Heureka
Skodagasse 17
1080 Wien

16. Mai 2018
que[e]r
Wipplingerstraße 23
1010 Wien

9. November 2018
Regenbogenkino
Berlin

16. Mai 2019
Wasserschloss
Bad Rappenau

Kontakt:

Martin Auer
+43 664 33 52 696
office.martin.auer@gmail.com