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Unbenanntes Dokument

Des Liad von da vakauftn Gitar
und andere Lieder ohne Netz

Nun ja, ich bin zum Folk zurückgekommen. In den 70er und 80er Jahren war unsere Gruppe "Dreschflegel" (mit Rudi Tinsobin und Reinhart Honold) die erste, die in Österreich "Volxmusik" gebracht hat.Mit "Regenpfeifer" (mit Christina Zurbrügg,Hermann Fritz u. a.) haben wir diese Tradition fortgesetzt. Dann habe ich mich der Schriftstellerei zugewandt. Aber die Musik lässt keinen los, und jetzt bin ich wieder da mit Balladen und Legenden von Liebe und Arbeit.

Es sind Balladen aus Irland, Schottland, England, Italien, Tirol, dem kroatischen Burgenland, dem jiddischen Galizien, Yoiks aus den Wäldern Lapplands, Worksongs aus den Südstaaten der USA – und eigene Lieder (wie die ersten vier und das letzte auf dieser Seite). Solo und a capella, also ganz ohne Netz.

Da Summa is vagaungan
und i hab mei Gitar vakauft
fir a Fahrkartn zruck zu dir, zu dir,
aber die hätt i net braucht ...


Wann die Lindn bliahn in der Stadt
und duftn,
kann i mi net haltn,
setz i mi aufs Radl und fahr
d'ganze Nacht umadum ...

 

Über die Donau
fliagn zwaa Antn,
über die Wolknkratzer,
über die Autobahn.
Fliagn und fliagn
übers graue Wasser,
bis i's nimmermehr
sehn kann ...

 

Draußt auf der Gassn
waht kalt der Wind,
waht alte Zeitungsblattln über die Stadt,
dass i den Himmel bald nimmer find,
wo amal die Sunn gschienen hat
über der Stadt ...

 

Ein Chain-Gang-Song aus den Südstaaten der USA. In den 1920er Jahren wurden in einigen Südstaaten die Gefängnisinsassen als Arbeiter beim Straßenbau, im Bergbau oder in der Landwirtschaft an Firmen vermietet. Das war ein gutes Geschäft, und wenn Arbeitskräftemangel war, haben die Sheriffs für Nachschub gesorgt. Wenn man groß, kräftig, gesund und schwarz war, konnte man schon für "Vagabundage" oder "müßiges Herumstehen" ins Gefängnis geschickt werden:

If you go to Memphis don't you
hang around.
Police they catch you and you're
jailhouse bound!

 

Ein jiddisches Lied darüber, dass ein Leben ohne Liebe tödlich sein kann.

 

"Tod im Bergwerk" haben Benno Simma und Peter Menghin von der "Arbeitersinggruppe Bozen" in den 1970er Jahren geschrieben.
"Black Betty" im zweiten Lied ist keine Frau, sondern die Peitsche des Gefängnisaufsehers.

 

Vielleicht das bekannteste schottische Lied

 

Eine Liebesgeschichte aus England

 

This ole hammer
killed John Henry,
but it won't kill me,
no it won't kill me ...

 

Noch ein Chain-Gang-Song. Mit "old Hannah" ist die Sonne gemeint:

Go down ole Hannah,
don't you rise no more,
dont't you rise no more!
If you rise in the morning
bring judgement on!

 

Hier, bei den Finsterbach-Wasserfällen nahe dem Ossiacher See, habe ich vor Jahrzehnten dieses Gedicht geschrieben. Die Vertonung kam viele Jahre später.

Über die Erdn muaßt barfuaß gehn.
Ziag d'Schuach aus, die machen di blind!
Dann kannst den Weg mit die Zechn sehn,
des Wasser, den Wind...

Sollst mit die Sohln auf d'Staner steign,
mit der nackerten Haut.
Wird dir die Erdn aa bald zeign,
daß s'dir vertraut.

Gspür des nasse Gras auf die Füaß,
gspür, wia trocken is der Staub.
Gspür, wia dich streichelt des Moos so süaß,
gspür, wia's knistert im Laub.

In'n Bach muaßt einesteign,
durchs Wasser muaßt aufegehn,
untern Wasserfall muaßt di stelln, mit'm Gsicht in die Höh,
mit der Wangen auf d'Erd in die Sunn di legn.

Lieg ganz still, riach die Erdn und gspür,
wia aufsteigt aus ihr a riesige Ruah.
Und dann is die Erdn ganz nah bei dir,
und du waßt, du ghörst zu allem dazua.