Das Ziel

Bhin Dhu lehrte:

Die Welt, in die der Mensch gekommen ist, ist ein schwieriger Aufenthaltsort. Was den Menschen auszeichnet vor allen Tieren, ist, daß er nicht bloß sich an die Welt anpaßt, sondern die Welt auch an sich. So strebt er danach, die Welt zu einem idealen Aufenthaltsort für sich zu machen, und dieses Streben hat ihn selbst wachsen lassen, hat seine Intelligenz und sein Gefühl zu immer weiteren Höhen entwickelt. So hat der Mensch sich nicht - wie die Tiere - angepaßt an die Welt, wie sie ist, sondern an seine Aufgabe, die Welt zu verbessern.

Wenn der Mensch jedoch sein Ziel erreicht haben wird, wird sein Verfall beginnen, denn ein idealer Aufenthaltsort wird keine Anforderungen mehr an ihn stellen, und er wird zum Parasiten verkommen. Da der Mensch diese Falle erkennen kann, kann er erkennen, daß ein idealer Aufenthaltsort für ihn nicht ideal ist. Er muß also leben in der Erkenntnis, daß es für ihn notwendig ist, die Welt ständig zu verbessern, und sie doch nie zu vollenden. Sein Leben hängt davon ab, daß er ständig auf das Ziel zugeht, und es hängt ebenso davon ab, daß er es nie erreicht.