Schade

Der einundsechzigste Abt erzählte:

Ein Mann ging durch ein Kaufhaus, die Taschen voller Geld. In der Lampenabteilung sah er einen hübschen Lampenschirm.

"Schade, daß ich keinen Lampenschirm brauche. Der hier würde mir gefallen. Ich hätte ihn gerne gekauft."

In der Taschenabteilung sah er einen Koffer. Aus Leder, mit schönen Messingbeschlägen, und einem guten, stabilen Schloß.

"Was für ein schöner Koffer, der hält sicher viele Jahre. Schade, daß ich schon einen Koffer habe."

Der Mann ging in die Schuhabteilung. Dort fand er wunderbare Bergschuhe, handgenäht, außen stabil, innen weich gefüttert.

"In diesen Schuhen kriegen die Füße sicher niemals Blasen. Es müßte fast sein, als ob man zum Gipfel schwebte. Schade, daß ich gerade keine Bergschuhe brauche."

So ging der Mann durch das ganze Kaufhaus.

"Schade. So viele schöne Dinge. Aber leider habe ich schon alles, was ich brauche."

Und weil er das ein bißchen lauter gesagt hatte, schauten ihm die Leute ganz verdutzt nach. Der Mann aber ging pfeifend davon und dachte an etwas anderes.