Vorwort des Herausgebers

Die "Geschichte des Klosters der Erleuchteten" ist nicht, wie öfters behauptet wurde, von mir verfaßt, sondern wurde mir von Außerirdischen übergeben, mit dem Auftrag, sie als Botschaft an die Welt zu verbreiten. Ich bin mir freilich nicht sicher, ob sie mit dieser Botschaft bezwecken, die Menschheit aufzuklären oder eher die allgemeine Verwirrung noch zu vergrößern und den Planeten für eine Eroberung reif zu machen.

Bei den verschiedenen Legenden und Anekdoten, die in diesem Werk versammelt sind, handelt es sich vermutlich um Apokryphen. Wenn das Kloster überhaupt je existiert hat oder existieren wird, dann ist dies wohl kaum die offizielle, kanonisierte Darstellung der Weisheitslehre, die dort gepflegt wurde oder werden wird. Zu unzusammenhängend und widersprüchlich sind die einzelnen Teile. Vielmehr scheint es sich um bloße Legenden oder Gerüchte zu handeln, die ein Raumpilot - er wird hier Popol der Alte genannt - während seiner lebenslangen vergeblichen Suche nach dem angeblich im Geheimen existierenden Kloster aufschnappte. Diese Legenden hat er, wie es scheint, in einer Runde arbeitsloser Raumpiloten und -ingenieure erzählt, in der Kantine irgendeines gottverlassenen Raumhafens am Ende der Welt, wo er und seine Zuhörer auf der Suche nach Jobs gestrandet waren. Aufgezeichnet hat sie möglicherweise einer der Zuhörer, ein etwas jüngerer, aber ebenso arbeitsloser Bordtechniker, der in dem Buch kurz als Wladimir auftaucht. Wir haben es also mit in keiner Weise autorisierten Legenden und Gerüchten über ein möglicherweise gar nicht existierendes Kloster zu tun, in dem eine unverständliche Weisheitslehre gepflegt wurde.

Warum sie dann überhaupt veröffentlichen, wird sich der aufmerksame Leser fragen. Nun, erstens haben mir die Außerirdischen glaubhaft versichert, daß Personen, die es unterlassen haben, ihren Namen ans Ende der Liste zu setzen und die Botschaft an zehn weitere, ihnen persönlich bekannte Planeten zu versenden, unweigerlich von geheimnisvollen tödlichen Krankheiten dahingerafft worden sind. Und zweitens haben sie mir außer den Buchrechten auch die Verfilmungs- und Fernsehrechte für Albanien und Finnland überlassen.

Zu erwähnen bleiben noch die in den Text eingestreuten Auszüge aus einem sogenannten "Wörterbuch des mystischen Anarchismus". Es ist nicht geklärt, ob diese Zitate wirklich Teile der "Geschichte des Klosters der Erleuchteten" sind und ob sie in irgendeinem Zusammenhang mit der dort praktizierten "anarchistischen Mystik" stehen. Möglicherweise handelt es sich um eine Verwechslung, oder aber um ein technisches Versagen während des Vorgangs, mit dem die Außerirdischen den Text auf die Festplatte meines Computers praktizierten.